Abschied

Abschied

Nach drei Wochen voller Erlebnisse, Partys, Ausflügen, spontanen Änderungen und 300 Löffeln Erdnussbutter hieß es Abschied nehmen.
Fast alle waren von der Farewell Feier am vorigen Abend und dem ein oder anderen Lasertag geschafft, doch United Airlines kannte keine Gnade. 6.00 ging der Flieger, 4.30 Treff, das heißt 3.00 Uhr aufstehen. Juhu
Der Nervenkitzel beim Wiegen der Koffer verwandelte sich schnell in Betrübtheit. Der Abschied fiel uns allen schwer und die letzten Worte, die wir austauschten, die letzten Versprechen, die wir uns gaben, sorgten für herzliche Umarmungen und auch die ein oder anderen Tränen.
Tränen des Abschieds.
„Doch Abschied heißt, was Neues kommt, denn anderswo gibt’s ein Hallo.
Abschied heißt was Neues kommt, Abschied heißt Hallo“ .

Und wer weiß, vielleicht finden wir uns irgendwann in den Straßen N’awlins wieder und erinnern uns an diese unglaubliche Zeit hier.
Schließlich warten auf uns noch 2 Tage New York!

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07.10.2016 – ‚fall break‘

Freitag war frei durch die sogenannte ‚fall break‘ (Freitag + Wochenende). Also trafen sich einige von uns schon um elf Uhr bei Sector Six, einer Vergnügungshalle mit Trampolinen, Parcours (springen, hangeln, schwingen, balancieren,…) und Ballspielen.Danach fuhren wir nach Hause. Emma und ich entspannten uns bei essen, quatschen und anschließend Mac & Cheese kochen für die farewell party, zu der wir dann auch ziemlich bald aufbrachen. Die Anfahrt war in unserem Fall etwas schwierig und die Stimmung war gereizt. Auf der Party bei Gespräch und Essen war dann alles wieder gut und wie schon bei der welcome party ging es im Pool recht lustig zu – so sah es zumindest aus. Zuhause habe ich dann noch thank you cards für Emma und ihre Eltern verfasst.

 

06.10. Teil 2 – Der Tag der offenen Tür

Am Nachmittag trafen wir uns erneut an der Schule, da die Benjamin Franklin Highschool ihren Tag der offenen Tür veranstaltete. Wir waren gebeten worden zu kommen und so war der Großteil von uns schließlich im Deutsch-Klassenzimmer von Frau Becker versammelt. Wir machten Werbung für den GAPP-Austausch und den Deutschunterricht und sprachen mit vielen Eltern. Am lustigsten waren ihre Gesichter wohl, als ein paar der Amerikaner mich baten, etwas sehr schnell auf Deutsch zu sagen. Sie waren sichtlich verwirrt und fragten sich wahrscheinlich, wie man in einer ihnen fremden Sprache so schnell reden kann. Die paar, die nicht im Deutschzimmer waren, halfen an anderer Stelle im Schulhaus.

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Moritz

6.10.2016: Der letzte Tag an Franklin

Der letzte Tag für uns an Franklin war für die Schülern an der High School ein A-Tag. Und diesmal hatte das „A“ noch eine andere Bedeutung, als den Wechsel der Schulfächer : A stand für einige Lehrer und Schüler für ardently, denn genau am Open Day-Tag hat die Klimaanlage nicht mitgespielt. Während alle Amerikaner sich über die Hitze und Stickigkeit in den Zimmern beklagten, waren wir froh, denn endlich herrschte eine angenehme Temperatur in den Klassenräumen. Sonst bekam man immer in den Klassenräumen eine Gänsehaut, da die Luft so kalt war.

Doch alle Amerikaner hielten die „Hitze“ in den Räumen für ein absolutes No-Go, beschwerten sich und der Unterricht würde spontan nach draußen verlegt.

Die nächste Stunde wäre für meine Austauschschülerin History gewesen und eigentlich hätte ich mitgehen müssen, doch ich entschied mich mit einem anderen Host zu einer Deutschstunde zu gehen.
(Die Klimaanlage funktionierte in der zweiten Stunde wieder!)
Es standen Zahlen auf dem Plan und wir Deutschen mussten jeweils die Zahlen vorsagen, die Amerikaner uns nach. Hatte für mich irgendwie das Feeling einer Mathestunde in der ersten Klasse bei uns in Deutschland.

Genau das würde auch mehrfach von den Amerikanern angemerkt, dass man sich doch nicht in einer Mathestunde befände…
Als der Deutschlehrer dann auch noch Zahlen auf deutsch diktierte, war das Murren groß.

Die Lunchpause verbrachten wir wieder am Footballfield.

Nach dem Lunch hatte meine Austauschschülerin kein Unterricht an Franklin mehr, sondern an NOCCA (ausgeschrieben: New Orleans Center of Creative Arts). An dieser Schule gibt es verschiedene Bereiche, z.B. Drama (dt. Schauspiel), Tanzen, Singen und Media Arts. Franklin ist die einzige Schule in New Orleans, die erlaubt, das Eltern ihre Kinder nach der Lunchpause nach NOCCA senden können. Allerdings muss man die Hinfahrt selbst organisieren, ein Shuttle gibt es nicht.

Meine Austauschschülerin besucht den „Media Arts“-Bereich. In diesem Bereich lernt man die Tricks von Photoshop kennen oder man ist Regisseur für einen eigenen, kleinen Film. Das Equipment an NOCCA ist erstaunlich (teuer!). Als Austauschschüler habe ich mir einer der vielen MacBooks geschnappt, während die anderen an ihren Projekten gearbeitet haben.

3:30 pm war der Unterricht vorbei.

5.10.2016

  • Am Mittwoch war leider der letzte Tag, an dem wir alle unseren letzten gemeinsamen Ausflug hatten. Der Tag ging für uns alle wieder sehr früh los. Um 8 trafen wir uns alle an der Schule und fuhren mit unserem eigenen Schulbus zu den Plantagen „Laura“ und „Whitney“(„Django Unchained“ wurde dort gedreht). Beides sind Plantagen auf denen früher Sklaven gearbeitet haben . Es war für uns alle sehr interessant aber dennoch sehr traurig. Nachdem wir alle schwitzend und kaputt wieder im klimatisierten Bus saßen, ging es zurück zur Schule, an der unsere Mitfahrgelegemheiten nach Hause warteten. Und so fielen nach einem abenteuerlichen Tag alle erschöpft in ihr Bett oder auf die Couch.

Sophia H.

 

 

 

4.10 2016 : Der stressigste Präsentationstag

Am Dienstag war dann endlich der letzte Tag, an dem wir unsere Präsentationen vortragen mussten und für einige war es der stressigste Tag: 7 Präsentationen in 4 Unterrichtsblöcken! Ich war auch davon betroffen. Den anderen und mir war klar: nach diesem Tag würden wir unsere Präsentation im Schlaf können!

Also, voller Vorfreude (Ironie!) begaben wir uns als erstes in den Raum 324 zu Mr. Parauka, der uns schon an unserem ersten Tag am Franklin bei der Willkommensrede „angedroht“ hatte, viele, viele Fragen zu stellen.
Und diese „Drohung“ war garantiert keine leere, denn er stellte Fragen. Fragen, bei denen wir in der ersten Sekunde keine Antwort wussten und für einen Moment erstarrt sind. Zum Glück hatten wir immer eine Antwort parat und hofften auf keine weiteren Fragen. Wir wurden nur zum Teil erhört.

Als wir den Raum mitten in der Stunde dann wechseln mussten, waren wir erleichtert fürs Erste diesen „Schrecken“ entfliehen zu können.

Doch lange hielt diese Erleichterung nicht an, denn im zweiten Block mussten wir uns schon wieder Mr Parauka stellen, doch diesmal schon etwas abgehärtet und schlagfertiger.

Die Erschöpfung war groß, die Motivation in den sumpfigen Erdboden gesunken und deswegen war die Lunchpause sehr, sehr willkommen. Wie üblich hingen wir alle auf der Tribüne des Footballfieds herum (natürlich im Schatten, in der Sonne hält es mit langen/ dreiviertel Hosen kaum aus!!), quatschten mit unseren Austauschschülern und deren Freunden.

Die dritte Stunde zeigte uns, dass obwohl die Technik in Franklin viel, viel besser ist, es auch zu kurzzeitigen Ausfällen kommen kann. Doch das Problem mit dem Beamer wurde schnell gelöst und wir konnten zum vierten Mal an diesem Tag den amerikanischen Schülern von unserer Stadt, unserer Schule und unseren Festen berichten.
Es wurden zahlreichere Fragen bezüglich Leipzig und unserer Schule gestellt, bevor wir die Fragerunde leider abbrechen mussten und zum nächsten Raum gehechtet sind.

Im letzten Block mussten wir uns erneut Parauka stellen, doch jetzt waren wir vorbereitet und konnten uns eins a durch sein Fragengeflecht durchschlagen.

Erschöpft und zufrieden es endgültig geschafft zu haben, ging jeder mit seiner Familie nach Hause.

Meine Familie zeigte mir einen Ort, an dem man die unglaubliche Skyline von NOLA sehen konnte. Dazu musste man eine Brücke überqueren, die sich „Rusty Rainbow“ nannte. Ein paar Fotos wurden geknipst, bevor wir die Heimkehr angetreten sind.

Wir könnten nun mental erschöpft den Abend ausklingen lassen.

3. Oktober- Thanksgiving

Nach einem aufregenden Wochenende begann wieder die Schule. Auch an diesem Tag mussten wir unsere Präsentationen halten. Wie immer freut sich jeder auf das letzte Klingeln der Schulklingel um sich nun mit New Orleans zu beschäftigen. Doch dieses Mal freuten wir uns noch mehr auf Schulschluss, weil wir uns die Bäuche vollschlagen konnten, denn wir wurden zum Thanksgiving Essen eingeladen. Thanksgiving wird am eigentlich 24. November gefeiert, aber wir bleiben ja nicht so lange. Es ist bekannt für viel Essen und das Beisammensein mit der Familie und Freunden. Als wir ankamen gab es erstmal viel zu bestaunen. Das mitgebrachte Essen wurde auf den Tisch gestellt und wir erkundeten das Haus eines gewonnenen amerikanischen Freundes. Unter dem, auf Balken stehenden ,Haus fand man keinen Keller sondern einen Stall. Ein Stall für zwei braune süße Pferde.     Nach der Erkundung verbrachten wir unsere Zeit mit Volleyball spielen und musizieren , bis dann endlich das Buffet eröffnet war. Für jeden war etwas dabei. Essen soweit das Auge reichte. Von den Desserts muss ich gar nicht erst anfangen. Apple-pie, Pecan-pie, Lemon-pie und pumpkin-pie. Als Hauptspeise gab es natürlich Truthahn und verschiedene Aufläufe.

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Mit vollen Bäuchen und Musik haben wir dann den gelungenen Abend ausklingen lassen.

 

Sarah

1. Oktober

Nach einer erlebnisreichen Woche folgt nun das lang ersehnte Wochenende. Der Plan war nach Grand Isle zu fahren und dort den Samstag am Meer zu verbringen. Hierbei hatten uns die Gasteltern von Theresa eingeladen, ihr Strandhaus zu besuchen. Voller Vorfreude auf Sonne, Meer und S’Mores haben wir uns also auf unseren eigenen kleinen Roadtrip begeben. Es folgten zwei Stunden Autofahrt voller lauter Musik und wunderschöner Landschaft. Neugierig erreichten wir also das Strandhaus und gingen straight zum Meer. Da verbrachten wir unseren Samstag. Das Wasser war erfrischend und ein angenehmer Wind umhüllte uns, somit waren die 30 Grad erträglich. Nach ausgiebigen Stunden am Strand folgte das Abendessen. Anschließend suchten wir gleich noch einmal zum Sonnenuntergang den Strand auf und auch das Meer, in das wir lachend hineinrannten. Traditionell aßen wir am Lagerfeuer S’Mores. Das sind Cracker mit Schokolade und Marshmallows. Der Himmel an diesem Abend war so klar, dass man hunderte von funkelnden Sternen sehen konnte. Erschöpft vom Strandtag und der vielen Sonne fielen wir ins Bett. img_2266

02.10.2016 – der letzte Sonntag in New Orleans

Heute war wieder einmal sehr viel los. Manche hatten die Möglichkeit heute hinter die Kulissen des Zoos in New Orleans zu sehen. Dadurch kamen sie den Tieren so nah wie noch nie. Auch wenn der Zoo nicht im geringsten mit dem in Leipzig mithalten kann, war es dennoch ein wunderschöner Ausflug. Andere hingegen waren gestern in Grand Isle und mussten heute diesen wunderschönen Ort leider wieder verlassen. Nach einem letzten morgendlichen Bad im Golf von Mexiko traten auch die Ersten von ihnen heute den Rückweg nach New Orleans zu ihren Familien an. Andere hingegen konnten die schöne Umgebung noch ein wenig länger genießen und entspannt die selbstgemachten Nudeln essen. Doch dann mussten auch diese den Rückweg antreten. Nun sind wir alle wieder gut bei unseren Gastfamilien angekommen. Die Einen mit mehr und die Anderen mit weniger dezentem Sonnenbrand auf dem Körper. Nun heißt es den letzten Sonntag nochmal entspannt ausklingen lassen und sich auf die morgigen Präsentationen vorbereiten.

Friederike & Laura img_2923img_2915

30.09.2016

Diesen Freitag haben wir uns ‚French Quarter‘ angesehen. Gleich morgens sind wir mit dem Bus und dann mit der Tram in das Viertel gefahren. Zuerst haben wir uns ‚Mardi Gras‘ angesehen, also was das ist, wie man es hier feiert etc. Es ist hier quasi der Karneval. Nachdem wir im Restaurant von Gerons Vater Burger essen waren, haben wir uns noch ein bisschen das History Museum angesehen und dann sind wir noch mit der Fähre gefahren. Es war also ein sehr langer aber vor allem schöner Tag! Am Abend waren noch einige von uns bei einer Party von einer Schülerin der Benjamin Franklin Highschool. Ich glaube, dass ich nicht die einzige war, die am Abend froh war, dass man sich dann einfach nur noch ins Bett legen und schlafen kann!

Stella

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